Eine .pkpass-Datei ist ein Pass für Apple Wallet in einer einzigen Datei. Sie ist ein komprimiertes Paket mit dem Text, dem Barcode, den Farben und den Bildern des Passes. Dazu kommt eine digitale Signatur, die belegt, wer ihn erstellt hat. Öffnest du eine solche Datei auf dem iPhone, zeigt Wallet eine Vorschau und die Taste „Hinzufügen“. Einen signierten Pass kannst du nicht bearbeiten, ohne ihn unbrauchbar zu machen.
Vielleicht hängt an einer Buchungsbestätigung eine Datei mit der Endung .pkpass, oder eine Website lädt eine herunter, wenn du auf „Zu Apple Wallet hinzufügen“ tippst. Was ist also eine pkpass-Datei? Es ist das Format, das Apple Wallet für jede Bordkarte, jedes Veranstaltungsticket, jede Kundenkarte und jeden Coupon verwendet, den du hinzufügst. Dieser Artikel erklärt, was in einer solchen Datei steckt, wie du sie auf dem iPhone öffnest, warum sie sich nicht bearbeiten lässt und welche Möglichkeiten du hast, wenn dein Ticket nur als PDF kommt.
Was eine .pkpass-Datei eigentlich ist
Eine .pkpass-Datei ist ein vollständiger Wallet-Pass in einer einzigen Datei. Der Name kommt von PassKit, Apples Framework für Pässe. Im Inneren ist sie ein ZIP-Archiv mit einer anderen Dateiendung. Websites senden sie meist mit dem Typ application/vnd.apple.pkpass, damit Safari weiß, dass sie an Wallet übergeben und nicht als Download gespeichert werden soll.
Ein Pass ist kein Bild deines Tickets. Er besteht aus strukturierten Daten: beschrifteten Feldern (etwa „Gate“, „Sitzplatz“ oder „Mitgliedsnummer“), einem Barcode-Wert, Farben und ein paar Bildern. Aus diesen Daten zeichnet Wallet den Pass. Deshalb sehen Pässe sauber und einheitlich aus, und deshalb kann Wallet Dinge, die ein PDF nicht kann, zum Beispiel den Pass kurz vor der Abfahrt auf dem Sperrbildschirm anzeigen.
Was in einer pkpass-Datei steckt
Kopierst du eine .pkpass-Datei auf einen Computer, benennst sie in .zip um und öffnest sie, findest du meist:
- pass.json: der eigentliche Pass. Darin stehen der Pass-Stil, die Feldbezeichnungen und -werte, Inhalt und Format des Barcodes, die Farben und optionale Extras wie ein relevantes Datum oder ein Ort.
- Bilder: ein Symbol, meist ein Logo, und manchmal ein Streifen-, Vorschau- oder Hintergrundbild. Diese liegen oft in mehreren Auflösungen für verschiedene Bildschirme vor.
- manifest.json: eine Liste aller Dateien im Pass, jeweils mit einer Prüfsumme (einem kurzen Fingerabdruck ihres Inhalts).
- signature: eine kryptografische Signatur des Manifests, erstellt mit einem Zertifikat, das Apple dem Ersteller des Passes ausstellt.
Reinschauen ist harmlos, aber versuch nicht, die Datei nach einer Änderung wieder zusammenzusetzen. Im nächsten Abschnitt steht, warum das nicht funktioniert.
Warum jeder Pass signiert sein muss
Wallet akzeptiert nur Pässe, die mit einem gültigen Zertifikat von Apple signiert sind. Die Signatur deckt das Manifest ab, und das Manifest deckt jede Datei ab. Ändert sich in pass.json auch nur ein Zeichen, stimmen die Prüfsummen nicht mehr, und Wallet lehnt den Pass ab.
Das schützt dich und den Aussteller:
- Du kannst darauf vertrauen, dass ein Pass seit dem Signieren durch seinen Ersteller nicht verändert wurde.
- Fluggesellschaften und Veranstaltungsorte wissen, dass ihre Pässe nach dem Versand nicht heimlich bearbeitet werden können.
- Jeder Pass lässt sich auf einen bei Apple registrierten Zertifikatsinhaber zurückführen.
Der Signierschlüssel ist geheim. Er muss auf einem Server bleiben, den der Ersteller des Passes kontrolliert. In eine App einbauen lässt er sich nicht, denn dann könnte ihn jeder aus der App herausholen. Jede App, die Wallet-Pässe erstellt – Apps von Ausstellern ebenso wie Pass-Ersteller-Apps –, braucht deshalb einen Server zum Signieren.
Für Pässe, die du selbst erstellst, gibt es eine neuere Ausnahme. Laut Apple kannst du unter iOS 27 bestimmte Felder bearbeiten und das Aussehen eines Passes ändern, den du mit Wallets eigener Funktion „Create a Pass“ erstellt hast. Tickets, die eine Fluggesellschaft oder ein Veranstalter signiert hat, lassen sich weiterhin nicht bearbeiten.
So öffnest du eine .pkpass-Datei auf dem iPhone
Meist musst du nichts Besonderes tun. In Mail, Nachrichten, Safari und den meisten Apps öffnet ein Tippen auf eine .pkpass-Datei die Vorschau von Wallet.
- Tippe auf den Anhang, den Link oder die Taste „Zu Apple Wallet hinzufügen“.
- Prüfe die Vorschau: Name, Datum, Sitzplatz, Flug- oder Mitgliedsnummer.
- Tippe oben in der Ecke auf Hinzufügen.
- Öffne die Wallet-App, um den Pass zu finden. Hast du eine gekoppelte Apple Watch, wird der Pass laut Apple automatisch auch zu deren Wallet hinzugefügt.
Hast du die Datei in Dateien gespeichert, sollte ein Tippen darauf dort dieselbe Vorschau zeigen. Passiert nichts oder erscheint ein Fehler, lade die Datei noch einmal aus der ursprünglichen E-Mail oder von der Website herunter. Klappt es dann immer noch nicht, bitte den Aussteller um einen neuen Pass.
Pass-Stile und was sie bewirken
Jeder Pass hat einen Stil, festgelegt in pass.json, der sein Layout und einen Teil seiner Funktionen bestimmt:
- Bordkarte: Flüge, Züge, Busse und Fähren, mit Abfahrts- und Zielort und einem Verkehrsmittel-Symbol.
- Veranstaltungsticket: Konzerte, Spiele, Theater, Konferenzen.
- Kundenkarte: Treue-, Fitnessstudio-, Bibliotheks- und Mitgliedskarten.
- Coupon: Angebote und Rabatte.
- Allgemein: alles, was nirgends sonst passt.
Ein Pass kann außerdem ein relevantes Datum oder einen Ort enthalten. Dann kann Wallet den Pass um diese Zeit oder an diesem Ort auf dem Sperrbildschirm vorschlagen. Apples Beispiel ist eine Bordkarte, die kurz vor dem Abflug erscheint.
Barcodes in einem Pass
Der Barcode wird nicht als Bild gespeichert. pass.json enthält Inhalt und Format des Barcodes, und Wallet zeichnet den Barcode selbst. Bis iOS 26 kann Wallet vier Formate anzeigen: QR, PDF417, Aztec und Code 128. Ab iOS 27 nennt Apples Entwicklerdokumentation zusätzlich Code 39, Codabar, EAN-13 und ITF. UPC-A steht nicht auf Apples Liste. Ein Pass kann auch einen Ersatz-Barcode enthalten, damit ältere iPhones ein Format zeigen, das sie unterstützen.
Für selbst erstellte Pässe ist das wichtig. Liegt der Barcode einer Kundenkarte in einem Format vor, das Wallet nicht anzeigen kann, codiert eine Pass-Ersteller-App dieselbe Nummer womöglich in einem anderen Format neu. Viele Scanner lesen das trotzdem, manche Kassen akzeptieren aber nur das ursprüngliche Format. Teste einen solchen Pass, bevor du dich darauf verlässt.
Statische Pässe und Pässe, die sich aktualisieren
Ein Pass von einer Fluggesellschaft oder einem Veranstalter kann die Adresse eines Webdienstes enthalten. Darüber kann der Aussteller eine neue Version des Passes schicken, wenn sich etwas ändert, etwa das Gate, der Sitzplatz oder die Uhrzeit. Wallet ersetzt dann den alten Pass und zeigt eventuell eine Mitteilung an.
Pässe ohne diese Verbindung sind statisch: Sie bleiben genau so, wie sie erstellt wurden. Die meisten selbst erstellten Pässe sind statisch und zeigen daher keine Verspätungen, Gate-Änderungen oder Ausfälle. Prüfe das immer bei der Fluggesellschaft, dem Bahnunternehmen oder dem Veranstalter.
Manche Tickets gibt es überhaupt nicht als pkpass-Datei. Ein Barcode, der sich in der App eines Veranstalters alle paar Sekunden ändert oder animiert ist, soll gerade nicht kopierbar sein. Ein Bildschirmfoto davon oder ein daraus erstellter Pass lässt sich nicht scannen. Nutze für solche Tickets die App des Veranstalters und nimm einen Ausweis mit, wenn die Ticketbedingungen das verlangen.
Wenn es gar keine .pkpass-Datei gibt
Viele Tickets und Karten kommen nie als Pass. Du bekommst vielleicht ein PDF, einen Barcode in einer E-Mail oder eine Plastikkarte. Deine Möglichkeiten, angefangen bei den offiziellen:
- Such nach der Option des Ausstellers. Laut Apple solltest du in einer App, E-Mail, Nachricht oder auf einer Webseite nach „Zu Apple Wallet hinzufügen“ suchen. Gibt es das nicht, empfiehlt Apple, beim Aussteller nachzufragen, ob er Wallet unterstützt. Apps von Fluggesellschaften und Veranstaltern fügen den Pass oft für dich hinzu.
- Nutze „Create a Pass“ in Wallet (iOS 27). Tippe in Wallet auf „Karte hinzufügen“ → „Create a Pass“. Dann erstellst du den Pass entweder manuell aus einer Standard-, Mitgliedschafts- oder Veranstaltungsvorlage oder aus einem Foto oder Bildschirmfoto eines Barcodes. Die Foto-Methode braucht ein iPhone 15 Pro oder neuer mit Apple Intelligence. Apple beschreibt die Funktion als nützlich etwa für Bibliotheks- und Fitnessstudio-Karten, die einen Barcode, aber keinen digitalen Pass haben.
- Nutze eine Pass-Ersteller-App. Solche Apps lesen dein Ticket aus und erstellen daraus eine signierte .pkpass-Datei. Kardin ist ein Beispiel dafür. Es eignet sich für ein Ticket, das es nur als PDF gibt, oder für ein iPhone ohne Apple Intelligence. Du teilst das PDF oder ein Foto aus Mail, Dateien oder Fotos mit Kardin oder scannst den Barcode mit der Kamera. Kardin liest die erste Seite eines PDFs auf deinem iPhone aus und decodiert den Barcode im Originalformat, wenn es sich um QR, PDF417, Aztec oder Code 128 handelt. Danach füllt es die Felder für einen Flug-, Zug-, Bus-, Veranstaltungs- oder Karten-Pass aus. Auf einem Prüfbildschirm kontrollierst und bearbeitest du jedes Feld, bevor du auf „Zu Apple Wallet hinzufügen“ tippst. Bei unsauberem oder kleinem Text können Angaben fehlen, prüfe den Prüfbildschirm also sorgfältig.
Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du unter PDF-Ticket zu Apple Wallet hinzufügen. Stehst du gerade am Einlass, sieh dir an, was du tun kannst, wenn dein PDF-Ticket keine Apple-Wallet-Taste hat.
Zum Datenschutz: Da jeder Pass auf einem Server signiert werden muss, müssen einige Daten dein Handy verlassen. Bei Kardin werden deine Dateien und Fotos auf dem iPhone ausgelesen und nie hochgeladen. Nur der Inhalt des Passes geht zum Signieren an den Server von Kardin: die Felder, Wert und Format des Barcodes, die Farben und das Datum. Der Server schickt den signierten Pass direkt zurück und speichert ihn nicht. Details findest du auf der Sicherheitsseite.
Ist eine pkpass-Datei sicher?
Eine .pkpass-Datei enthält nur Daten und Bilder. Sie kann keinen Code auf deinem Handy ausführen, und Wallet zeigt dir immer eine Vorschau, bevor etwas hinzugefügt wird. Trotzdem solltest du darauf achten, was im Pass steht:
- Pässe in Wallet lassen sich ohne Face ID oder Code öffnen und werden über iCloud mit deinen anderen Geräten synchronisiert.
- Gib deshalb niemals Bankkartennummern, PINs, Passwörter, Sicherheitscodes deiner Bank oder Angaben aus amtlichen Ausweisen in einen Pass ein, den eine Drittanbieter-App erstellt.
- Lösche Pässe, die du nicht mehr brauchst. Tippe in Wallet auf den Pass, dann auf die Mehr-Taste, und entferne ihn.
Kurz zusammengefasst
- Eine .pkpass-Datei ist ein ZIP-Paket mit den Pass-Daten (pass.json), Bildern, einer Prüfsummenliste und einer von Apple ausgestellten Signatur.
- Tippe in Mail, Nachrichten, Safari oder Dateien darauf, prüfe die Vorschau und tippe auf „Hinzufügen“.
- Jede Änderung macht die Signatur ungültig. Einen Pass zu korrigieren heißt also, einen neuen zu bekommen oder zu erstellen.
- Pässe von Ausstellern können sich selbst aktualisieren. Selbst erstellte Pässe sind meist statisch, und wechselnde Barcodes lassen sich nicht in Pässe umwandeln.
- Kein Pass? Such zuerst nach der Taste des Ausstellers, nutze dann „Create a Pass“ in Wallet unter iOS 27 und danach eine Pass-Ersteller-App wie Kardin für PDFs und Fotos.
Bring deine Tickets und Karten in Apple Wallet
Kardin macht aus PDFs, Fotos und gescannten Karten echte Wallet-Pässe. Deine Dateien bleiben auf deinem iPhone, und du brauchst keinen Account.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich eine pkpass-Datei unter Windows oder Android öffnen?
Eine .pkpass-Datei ist ein Format von Apple, und geöffnet wird sie von Apple Wallet. Unter Windows kannst du eine Kopie in .zip umbenennen und dir die Dateien darin ansehen, einen nutzbaren Pass bekommst du so aber nicht. Unter Android hängt es von den installierten Apps ab. Am einfachsten ist es, den Aussteller um eine Version für dein Handy zu bitten.
Kann ich eine pkpass-Datei bearbeiten, um einen falschen Namen oder Sitzplatz zu korrigieren?
Nicht, ohne sie unbrauchbar zu machen. Jede Änderung macht die Signatur ungültig, und Wallet lehnt den Pass ab. Bitte den Aussteller um einen korrigierten Pass. Hast du den Pass selbst erstellt, mach einen neuen mit den richtigen Angaben und lösche den alten. Ändere niemals den Barcode eines Tickets.
Warum sagt mein iPhone, dass es einen Pass nicht hinzufügen kann?
Meist ist die Datei beschädigt oder ihre Signatur nicht mehr gültig, zum Beispiel weil das Zertifikat des Ausstellers abgelaufen ist. Lade die Datei noch einmal direkt aus der ursprünglichen E-Mail oder von der Website herunter. Klappt es dann immer noch nicht, wende dich an den Aussteller und bitte um einen neuen Pass oder eine andere Version des Tickets.
Kann ich eine pkpass-Datei an jemand anderen schicken?
Manche Pässe haben in Wallet eine Taste „Teilen“. Fehlt sie, hat der Aussteller laut Apple das Teilen nicht aktiviert. Ein geteiltes Ticket hat denselben Barcode wie deins, es verschafft also niemandem einen zusätzlichen Einlass. Viele Veranstaltungsorte akzeptieren nur den ersten Scan. Wenn du ein Ticket weitergeben willst, nutze die Übertragungsfunktion des Veranstalters.
Funktioniert ein Pass in Apple Wallet ohne Internet?
Ja. Ist ein Pass einmal in Wallet, öffnet er sich und zeigt seinen Barcode auch ohne Empfang – praktisch in Stadien und an Flughäfen. Für Aktualisierungen des Passes, etwa eine Gate-Änderung, brauchst du eine Verbindung, ebenso zum Hinzufügen eines neuen Passes.
Mit KI-Unterstützung geschrieben und mit der Dokumentation zu Datenschutz und Sicherheit von Kardin abgeglichen. Ist dir etwas Falsches oder Veraltetes aufgefallen? Schreib uns an support@kardin.app.
Übersetzt aus dem englischen Original. Bei Abweichungen gilt die englische Fassung.